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13.02.2009

PHW-Gruppe vor hohen Investitionen in Deutschland

Unternehmen investiert im laufenden Jahr 90 Mio. Euro /Umsatz der Gruppe steigt um 21,7 Prozent auf 1,93 Mrd. Euro / Marke Wiesenhof profitiert von anhaltendem Trend zu Geflügel-Produkten / Trotz Verkauf von TAD: Mitarbeiterzahl steigt auf 4.761 / Geschäftsfeld Tierernährung und -gesundheit mit Wachstum von 33,5 Prozent / Bohlen Werbepartner.

Rechterfeld / Hamburg, den 13. Februar 2009. Die stärkere Nachfrage nach Hähnchenfleisch, der zunehmende Trend zu Convenience-Produkten und der Ausbau des Exportgeschäftes haben der PHW-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008(Stichtag 30.06.) ein deutliches Umsatzplus beschert. Die Gruppe steigerte ihren Umsatz um 21,7 Prozent auf 1,93 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,58 Mrd. Euro). Das Geschäftsfeld Wiesenhof legte um 23,4 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro zu. PHW-Vorstandsvorsitzender Paul-Heinz Wesjohann: „Trotz extrem volatiler Rohstoffmärkte und erheblich höheren Futtermittelkosten haben wir unsere Qualitätsstrategie bei Wiesenhof konsequent durchgehalten. Vom größer gewordenen Appetit der Deutschen auf Markengeflügel haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr profitiert.“.



Ungeachtet der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung investiert die PHW-Gruppe im laufenden Geschäftsjahr mehr als 90 Mio. Euro vornehmlich an den niedersächsischen Standorten. Größte Investitionsschwerpunkte sind der Neubau einer hochmodernen
Putenschlachterei im niedersächsischen Wildeshausen sowie umfangreiche Erweiterungen von Verarbeitungsbetrieben an den Standorten Lohne und Dannenberg. In Dannenberg hat die PHW-Gruppe im Herbst den Produktionsstandort eines insolventen Lebensmittelherstellers übernommen und modernisierte den Betrieb. In Cuxhaven baut die Lohmann Animal Health ein neues Logistikcenter und hat mit dem Erweiterungsbau
des Impfstoffwerkes begonnen. Die ebenfalls in Cuxhaven ansässige Nutrilo stellt im April den Neubau eines Technologiecenters fertig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 investierte die PHW-Gruppe 77,4 Mio. Euro(Vorjahr: 69,4 Mio. Euro). Rund 31,2 Mio. Euro entfielen dabei auf den Bereich Wiesenhof, unter anderem auf Neubauten bzw. Modernisierungen in Bogen (Bayern) und bei Allfein in Zerbst (Sachsen-Anhalt).

Wiesenhof mit neuen Convenience-Produkten und mit Dieter Bohlen im TV


Das Kerngeschäftsfeld Wiesenhof verzeichnete sowohl bei Hähnchen, Enten, Convenience-Produkten und Geflügelwurst Umsatzzuwächse. Grund dafür war der mit 18,0 kg höhere Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch im Jahr 2007. 2008 stieg der Wert nach vorläufigen Schätzungen auf 18,5 kg an. Marken wie Wiesenhof profitierten überdurchschnittlich von der erhöhten Nachfrage nach Geflügelfleisch. Das Qualitäts- und
Herkunftskonzept von Wiesenhof – es setzt nach dem Prinzip „Alles aus einer Hand“ unter anderem auf klar gekennzeichnete Geflügelprodukte, Futter aus eigenen Futtermühlen, gentechnikfreies Soja sowie auf über 800 feste Vertragslandwirte – blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr der Garant für den Erfolg der Marke. Der Anteil von Convenience-Produkten am gesamten Wiesenhof-Sortiment nimmt dabei weiter zu. Auch die neueste Sortimentslinie „Mahlzeit“ von Wiesenhof – fertig gegarte
Geflügelgerichte mit Saucen sowie Nudel- und Reisbeilagen – fällt darunter. Diese Fertiggerichte sollen Verbraucher ansprechen, die vermehrt schnell und einfach zuzubereitende Gerichte nachfragen.

In diesem Jahr verstärkt Wiesenhof seine Marketingaktivitäten. Dieter Bohlen wird ab April den Bruzzzler von Wiesenhof im
Fernsehen bewerben. Auch Radiospots sowie Zeitungsanzeigen mit dem Star sollen der Geflügelbratwurst zu einer noch höheren Popularität verhelfen. Geschäftsentwicklung: Futtermittelpreise auf Rekordhoch Wie im Vorjahr war auch das abgelaufene Geschäftsjahr durch extrem gestiegene Futterkosten geprägt. Diese konnten durch die schrittweise Anhebung der Verkaufspreise für Geflügelprodukte nicht kompensiert werden. Die PHW-Gruppe rechnet auch im laufenden Jahr nicht mit einer verbesserten Situation. In den ersten Monaten des aktuellen Geschäftsjahres lagen die Rohstoffpreise weiter auf hohem Niveau und sind erst seit Oktober 2008 rückläufig.

Die beiden im Geflügelbereich tätigen Tochtergesellschaften in Polen, Drobimex und Bomadek, trugen mit 35,6 Prozent Umsatzsteigerung zum Wachstum der PHW-Gruppe
bei (Umsatz 2007/2008: 139,5 Mio. Euro). Analog legte der Bereich Geflügelvermehrung zu. Dieses Geschäftsfeld umfasst
Elterntierhaltung, Aufzuchtbetriebe und Brütereien, die sich alle in Deutschland befinden. Im Geschäftsjahr 2007/2008 belief sich der Umsatz auf 108,9 Mio. Euro (Vorjahr: 93,1 Mio. Euro). Besonders positiv wirkte sich die Vorjahresinvestition in den Neubau einer
Brüterei in Rechterfeld aus. Was Tiergesundheit, Tierschutz sowie Sauberkeit und Hygiene betrifft, ist die Brüterei weltweit ein Vorzeigebetrieb.

Tierernährung und -gesundheit mit 33-prozentigem Wachstum


Weiter auf deutlichem Wachstumskurs befindet sich das Geschäftsfeld Tierernährung und -gesundheit. Die Sparte verzeichnete einen Umsatzsprung von 33,5 Prozent und liegt im
abgelaufenen Geschäftsjahr bei 540,6 Mio. Euro. Die Lohmann Animal Health (LAH) und ihre Auslandsbeteiligungen realisierten in den Bereichen Futtermittelzusatzstoffe, Geflügelimpfstoffe und Pharmazeutika für Tiere 190,3 Mio. Euro (Vorjahr 166 Mio. Euro). LAH ist mit seinen Impfstoffen gegen Zoonose-Erreger einer der weltweit führenden Impfstoffhersteller. Rund 6 Mio. Euro investiert LAH in die Forschung mit dem Schwerpunkt Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit. Dazu gehört auch die Unterstützung des in Hannover geplanten Zentrums für Zoonoseforschung der
Tierärztlichen Hochschule Hannover mit einer Stiftungsprofessur.
Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Produktionsmenge und des Anstiegs der Verkaufspreise - bedingt durch höhere Rohstoffpreise - erzielte der Mischfutterhersteller MEGA einen deutlich höheren Umsatz (Geschäftsjahr 2007/2008: 357,7 Mio. Euro; Vorjahr: 211,9 Mio. Euro). Die beiden PHW-Gesellschaften GePro Vertriebsgesellschaft und PetCom Tierernährung repräsentieren zusammen einen Umsatz von 85 Mio. Euro (Vorjahr: 75 Mio. Euro). GePro, die auf Basis von Geflügelfetten Biokraftstoff herstellt, will im laufenden Geschäftsjahr seine Kapazitäten ausweiten. Durch den Einsatz des Biosprits „SP-Power“ in der firmeneigenen LKW-Flotte und bei weiteren Abnehmern
werden pro Jahr umgerechnet 74.000 Tonnen CO² eingespart.

Humanernährung und -gesundheit: Nutrilo baut Auslandsgeschäft aus.

Bedingt durch den Wegfall des Geschäftsfeldes Generika – das Unternehmen TAD Pharma wurde im November 2007 verkauft – sanken die Umsatzerlöse in diesem Bereich um 61 Prozent auf 34,4 Mio. Euro. Die Nutrilo Gesellschaft für Lebensmitteltechnologie legte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18,5 Prozent zu – der Umsatz stieg von 29,1 Mio. Euro auf 34,4 Mio. Euro. Zum Wachstum trug sowohl der weitere Ausbau des
nationalen als auch des internationalen Geschäftes bei. Gemeinsam mit einem amerikanischen Unternehmen errichtete das Tochterunternehmen Nutrilo einen Produktionsbetrieb in Vineland (New Jersey). Dieser zählt mehrheitlich zur PHW-Gruppe.Die neue Gesellschaft Nutri-Mack stellt dort seit Dezember 2008 Nahrungsergänzungsmittel in Form von Stickpacks und Tabletten sowie Vitaminmischungen für die amerikanische Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie her.

Personal: Mehr Arbeitsplätze bei Wiesenhof


Im Berichtsjahr beschäftigte die PHW-Gruppe trotz des Verkaufs von TAD Pharma mehr Mitarbeiter als im Vorjahr (2007/2008: 4.761 Mitarbeiter; Vorjahr: 4.645). Über 200 neue Arbeitsplätze entstanden im Geschäftsfeld Wiesenhof. Hier setzte das Unternehmen verstärkt auf eigenes Personal statt auf Fremdpersonal. Auch LAH, Nutrilo und die Futtermühlen stellten weitere Mitarbeiter ein. Nach wie vor sucht die PHW-Gruppe
verstärkt Tierärzte und Tierwirte.

Trotz der positiven Unternehmensentwicklung warnt PHW-Chef Paul-Heinz Wesjohann vor zu viel Euphorie: „Die Preise für Geflügelspezialitäten haben im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mit den höheren Rohstoffpreisen bei Futtermitteln sowie steigenden Energiekosten Schritt gehalten.“

Die PHW-Gruppe rechnet im laufenden Geschäftsjahr aufgrund gesunkener Rohstoffpreise mit einem Umsatz maximal auf dem Niveau des abgeschlossenen Geschäftsjahres.