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23.02.2001

Die PHW-Gruppe legt kräftig zu: MIT WIESENHOF AUF WACHSTUMSKURS

Die PHW-Gruppe legt kräftig zu: MIT WIESENHOF AUF WACHSTUMSKURS

• 1,75 Mrd. DM Umsatz 1999/2000
• Über 100 Mio. DM Investitionen
• Öko-Konzept für Produkte und Betriebe
• Kein genverändertes Soja im Futter
• 10 Prozent Zuwachs 2000/2001

Rechterfeld/Hamburg, den 23. Februar 2001. Die PHW-Gruppe (Rechterfeld) legte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 (30.06.) kräftig zu: Mit 1,75 Mrd. DM (Vorjahr 1,63 Mrd. DM) erreichte das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von 120 Mio. DM und damit eine Steigerung von rund 7,5 Prozent. Das Wachstum resultierte vor allem aus dem Erfolg der führenden deutschen Geflügelmarke "Wiesenhof": Mit 933 Mio. DM Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (Vorjahr: 830 Mio. DM) gelang eine Umsatzsteigerung von über 100 Mio. DM. Das Investitionsvolumen der PHW-Gruppe betrug im Berichtsjahr 101 Mio. DM, weitere 15,1 Mio. DM flossen in die Forschung und Entwicklung – vor allem in die Bereiche Tierernährung und –gesundheit sowie Humanernährung und –gesundheit. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg an: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999/2000 arbeiteten 2.860 Mitarbeiter/innen in der PHW-Gruppe, 110 mehr als im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 plant das Unternehmen erneut einen kräftigen Umsatzzuwachs von 10 Prozent auf dann rund 1,93 Mrd. DM – die 2 Mrd. DM-Umsatzgrenze ist spätestens für das darauf folgende Geschäftsjahr anvisiert.

Wiesenhof: "Besser und erfolgreicher"

Der von dem Mehrheitsaktionär der PHW-Gruppe und gleichzeitig Vorstandsvorsitzenden der zugehörigen Lohmann & Co. AG, Paul-Heinz Wesjohann, bereits vor Jahren angekündigte "Qualitäts- statt Preiswettbewerb" zahlt sich aus: Zusammen mit rund 700 bäuerlichen Partnerbetrieben wurde das Herkunfts- und Qualitätskonzept der Marke "Wiesenhof" in den letzten Jahren umgesetzt. In die nach dem Prinzip "Alles aus einer Hand" gegliederten Produktionsstufen wurden alleine im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 70 Mio. DM investiert für den weiteren Ausbau der Produktion sowie der Produktqualität und –sicherheit. Sämtliche Produktionsstufen sind in Deutschland, das Futter aus den eigenen Futtermühlen ist seit 1996 garantiert ohne tierische Proteine (Tier- oder Fleischknochenmehl) und seit 1997 ohne antibiotische Leistungsförderer. Die bäuerlichen Betriebe, die die Tiere aufziehen, stehen namentlich auf den Herkunftsetiketten. Seit neuestem – öffentlich gelobt von Greenpeace – garantiert die Marke sogar, dass im Futter aus eigenen Mühlen kein genverändertes Soja verwendet wird. Alle Geflügelschlachtereien und sonstigen Betriebe der Gruppe sind inzwischen ökozertifiziert, klare Umweltschutz- und Ökologiestandards sind für Paul-Heinz Wesjohann heute "ein wesentliches Element der Unternehmensstrategie". Ein eigenes Technikum für die Produktentwicklung entstand in Lohne: Hier entstehen – teilweise zusammen mit dem Lebensmitteleinzelhandel – neue Hähnchen-Spezialitäten und Convenience-Pro-dukte ebenso wie Geflügel-Fingerfood – alles nach dem gleichen "Wiesenhof"-Qualitätsprinzip.

"Auch größere Unternehmen können Qualitätskonzepte umsetzen"

Mit dem Herkunfts- und Qualitätskonzept will die PHW-Gruppe mit ihrer Marke "Wiesenhof" auch im laufenden Geschäftsjahr 2000/2001 kräftig zulegen: "Mindestens 10 Prozent Zuwachs sind für Paul-Heinz Wesjohann erreichbar. Die Marke habe bewiesen, dass für den Verbraucher erkennbar bessere und sicherere Produkte auch etwas teurer sein dürfen und trotzdem erfolgreich sein können – für den Unternehmer insbesondere auch ein Nachweis, dass auch größere Unternehmen im Agrarbereich und in der Zusammenarbeit mit bäuerlichen Betrieben Qualitätskonzepte um- und durchsetzen können.

Wieder Wachstum in den Bereichen Tierernährung und –gesundheit sowie Humanernährung und –gesundheit

Nachdem die beiden Unternehmensbereiche Tierernährung/-gesundheit und Humanernährung/-gesundheit im letzten Jahr bei Umsatzvolumen von 600 Mio. DM bzw. knapp 100 Mio. DM stagnierten, erwartet das Management – neben Paul-Heinz Wesjohann, Harm Specht sowie Sohn Peter Wesjohann – auch in diesen Bereichen im laufenden Geschäftsjahr 2000/2001 ein "zweistelliges prozentuales Wachstum". Die Lohmann Animal Health GmbH & Co. KG (Cuxhaven) erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 217 Mio. DM Umsatz. Mit der Veräußerung des Geschäftes mit Veterinärmedizin – rund 10 Prozent des Umsatzes des Unternehmens – will sich Lohmann Animal Health noch stärker auf die Kernkompetenz konzentrieren und im laufenden Geschäftsjahr knapp 18 Mio. DM für den Neubau eines Futteradditiv-Werkes in Cuxhaven investieren.

Strategische Bedeutung der Futterwerke

Die Futterwerke der PHW-Gruppe mit rund 330 Mio. DM Umsatz haben aus Sicht des Managements der PHW-Gruppe "eine enorme strategische Bedeutung für die Qualitätsgarantie der Marke Wiesenhof" – sie sollen sukzessive in Futtermühlen ausschließlich für Geflügelfutter umgewandelt werden. Mit dem Verzicht auf tierische Proteine – auch auf Fleischknochenmehl, Federmehl, Fischmehl – und antibiotische Leistungsförderer sowie der Garantie von nicht genverändertem Soja habe man derzeit eine fast konkurrenzlose Wettbe-werbsstellung bei den Geflügelerzeugern.

"Erfreuliche Ergebnisse"

Die Cuxhavener Gesellschaften TAD Pharma GmbH – einer der führenden deutschen Generika-Hersteller – sowie Nutrilo GmbH mit Vitaminmischungen für die Lebensmittelindustrie erreichten zusammen knapp 100 Mio. DM Umsatz bei einer gleichzeitig "erfreulichen Ergebnissituation". Bei TAD Pharma erwartet man aufgrund der starken Stellung besonders in den Bereichen Urologie und Herz-/Kreislauferkrankungen im laufenden Geschäftsjahr einen deutlichen Zuwachs – wenn die anhaltende Diskussion über eine "Positivliste" nicht in das Verordnungsverhalten der Ärzte eingreift.

Noch einmal 60 Mio. DM Investitionen 2000/2001

Die gute Umsatz- und Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr erlaubt der PHW-Gruppe erneut ein außerordentliches Investitionsvolumen von rund 60 Mio. DM – neben dem neuen Futteradditiv-Werk fließt wieder ein Großteil der Mittel in die Produktion der Marke "Wiesenhof". An dem in den letzten Monaten aufgrund der BSE-Krise enorm gestiegenen Geflügelabsatz partizipiert – so Paul-Heinz Wesjohann – die Marke erneut überdurchschnittlich. Gerade die dem Verbraucher gegebene Garantie bei den Futtermitteln würde heute mehr denn je als zusätzlicher Wert erkannt – nicht mehr der Preis sondern Herkunft und Fütterung seien ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Für die PHW-Gruppe – so der Vorstand – zeichnet sich somit ein "erfolgreiches Jahr" ab.