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26.02.2002

Die PHW-Gruppe überschreitet die 1 Mrd. Euro-Umsatzgrenze

Wiesenhof legt 22 Prozent Umsatz zu / Das Herkunfts-, Fütterungs- und Qualitätskonzept beflügelt den Absatz / Über 50 Mio. Euro Investitionen / 350 zusätzliche Arbeitsplätze / 800 Beschäftigte in den neuen Bundesländern

Rechterfeld/Hamburg, den 26. Februar 2002. Die PHW-Gruppe (Rechterfeld) legte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 (30.06.) erneut kräftig zu: Mit 1,03 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,89 Mrd. Euro) erreichte das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von rund 140 Mio. Euro und damit eine Steigerung von knapp 15 Prozent. Das Wachstum resultierte vor allem aus dem Erfolg der führenden deutschen Geflügelmarke "Wiesenhof": mit 583 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr (Vorjahr: 477 Mio. Euro) gelang eine Umsatzsteigerung von über 100 Mio. Euro bzw. 22 Prozent. Das Investitionsvolumen der PHW-Gruppe betrug im Berichtsjahr erneut über 50 Mio. Euro, zusätzliche 8 Mio. Euro flossen in die Forschung und Entwicklung – vor allem in die Bereiche Tierernährung und –gesundheit sowie Humanernährung und –gesundheit. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg erneut an: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 arbeiteten 3210 Mitarbeiter/innen in der PHW-Gruppe, 350 mehr als im Vorjahr. Knapp 800 Beschäftigte, darunter 35 Auszubildende, arbeiten in den insgesamt fünf Betriebsstätten in den neuen Bundesländern.

Marktführerschaft in Polen angestrebt

Für das laufende Geschäftsjahr 2001/2002 plant das Unternehmen, auf Grund einer schwierigeren Marktsituation im Vergleich zum Vorjahr, eine "stabile Entwicklung". Priorität habe nach Aussagen des Vorstandes vor allem die Festigung der aufgrund des Umsatzzuwachses von knapp 200 Mio. Euro in den letzten beiden Geschäftsjahren erheblich ausgebauten Marktanteile. Dazu soll auch ein stärkeres Auslandsengagement beitragen: Nach der Übernahme eines Mehrheitsanteiles an dem polnischen Geflügelverarbeiter Drobimex-Heintz und der Einführung des Wiesenhof-Qualitätsstandards mit Investitionen von etwa 7 Mio. Euro strebt die PHW-Gruppe auch die Marktführerschaft in Polen an.

Wiesenhof stimuliert den Geflügelverbrauch in Deutschland

Für Paul-Heinz Wesjohann, Mehrheitsaktionär der PHW-Gruppe und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der zugehörigen Lohmann & Co. AG, hat nicht nur die Krise der Fleischwirtschaft in den letzten Jahren den Geflügelkonsum forciert – die positive Tendenz am Geflügelmarkt ist aus seiner Sicht auch ein Ergebnis des Wiesenhof-Herkunfts- und Qualitätskonzeptes. Das mit rund 700 bäuerlichen Partnerbetrieben umgesetzte Konzept "für Qualität, Sicherheit und Transparenz" beinhaltet Produktionsstufen nach dem Prinzip "Alles aus einer Hand". So sind sämtliche Produktionsstufen in Deutschland, das Futter aus den eigenen Futtermühlen ist seit 1996 garantiert ohne tierische Proteine (Tier-, Fisch- oder Fleischknochenmehl) und seit 1997 ohne antibiotische Leistungsförderer. Die bäuerlichen Betriebe, die die Tiere aufziehen, stehen namentlich auf den Herkunftsetiketten. Außerdem garantiert "Wiesenhof" als einziger europäischer Anbieter nachweislich – kontrolliert und zertifiziert durch die GeneScanEurope AG -, dass im Futter aus eigenen Mühlen kein genverändertes Soja verwendet wird. Alle Geflügelschlachtereien und Verarbeitungsbetriebe der Unternehmensgruppe sind inzwischen ökozertifiziert.

Erstmals mehr Geflügel als Rindfleisch

Für das Management der PHW-Gruppe – neben Paul-Heinz Wesjohann Sohn Peter Wesjohann sowie Harm Specht – ist die Qualitätspolitik der führenden deutschen Geflügelmarke mit verantwortlich für die Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauches von Geflügel: Dieser stieg bereits von 1995 bis 2000 von 13,4 auf 15,6 Kilogramm. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Selbstversorgungsgrad der deutschen Produktion von knapp über 60 auf über 71 Prozent. Nach ersten Schätzungen legte der Geflügelkonsum im Jahr 2001 noch einmal deutlich zu: erstmals verzehrte der Bundesbürger mit 17,5 Kilogramm pro Kopf in diesem Jahr mehr Geflügel als Rindfleisch. An diesem positiven Trend will die PHW-Gruppe noch zusätzlich im Bereich Geflügelwurst profitieren: Nach der Übernahme der Anteile von anderen Gesellschaftern im Dezember 2001 gehört die Wiesenhof Geflügelwurst zu 100 Prozent zum Unternehmen. Auch für die Wurstproduktion gilt das "Wiesenhof"-Qualitätskonzept. Zusätzliche Absatzimpulse verspricht man sich bei "Wiesenhof" von dem im Februar am Markt eingeführten Bio-Hähnchen. Unter den gleichen Herkunfts- und Qualitätskriterien sind dann alle Haltungsformen von der konventionellen Bodenhaltung über die Auslaufhaltung bis zur ökologischen Haltung bei "Wiesenhof" repräsentiert.

Wachstum auch in den anderen Unternehmensbereichen

Auch die Unternehmensbereiche Tierernährung/-gesundheit und Humanernährung/-gesundheit konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 deutlich zulegen: Die Tierernährung/-gesundheit erreichte mit 322 Mio. Euro 5 Prozent Umsatzwachstum, der Bereich Humanernährung/-gesundheit mit 53,7 Mio. Euro 9 Prozent Umsatzzuwachs. Den Rest zum Gesamtumsatz der PHW-Gruppe steuerte der der Marke "Wiesenhof" vorgelagerte Bereich "Vermehrung und Aufzucht" bei: Mit knapp 70 Mio. Euro Umsatz wurde ein Wachstum von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt.

Über 50 Mio. Euro Investitionen

Ähnlich wie im Vorjahr wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr über 50 Mio. Euro investiert. Die Schwerpunkte lagen erneut in den Produktionsbetrieben der Marke "Wiesenhof" sowie im Neubau eines Futter-Additiv-Werkes für die Lohmann Animal Health in Cuxhaven. Ebenfalls in Cuxhaven wurde der Verwaltungsneubau der Konzerngesellschaft TAD Pharma fertiggestellt. Paul-Heinz Wesjohann betonte beim Jahrespressegespräch erneut die "herausragende strategische Bedeutung" der unternehmenseigenen Futterwerke: Die sukzessive Umwandlung in Futtermühlen ausschließlich für Geflügelfutter sei kurz vor dem Abschluss und mit dem Verzicht auf tierische Proteine – auch auf Fleischknochen-, Feder- und Fischmehl – und antibiotische Leistungsförderer sowie der Garantie von nicht genverändertem Soja habe man "eine fast konkurrenzlose Wettbewerbsstellung" bei den Geflügelerzeugern. Mit einem neuen Verfahren sei man kurz vor der Erreichung eines neuen Zieles: So soll es bereits in Kürze möglich sein, bereits beim Futter die Entstehung von Salmonellen zu vermeiden – nach Auskunft von Paul-Heinz Wesjohann "ein Quantensprung in der Herstellung von Futtermitteln für die Tierernährung". Für die spezielle Technologie werden bis April 2002 insgesamt 11 Mio. Euro investiert. Salmonellenfreies Futter ist zusammen mit absoluter Hygiene und der seit Jahren praktizierten vorbeugenden Impfung der Elterntiere ein – so Paul-Heinz Wesjohann – "weltweit kaum erreichter Standard zur Vorbeugung von Salmonelleninfektionen".

In den neuen Bundesländern wurden insgesamt 134 Mio. Euro investiert

Seit mehr als zehn Jahren ist die PHW-Gruppe mit ihrer Marke "Wiesenhof" mit insgesamt fünf Betrieben in den neuen Bundesländern präsent. Zwei Schlachtereien, ein Aufzuchtbetrieb, ein Verarbeitungsbetrieb sowie ein Mischfutterwerk erwirtschaften rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes der PHW-Gruppe. Insgesamt – so der Vorstand – wurden in den vergangenen zehn Jahren 134 Mio. Euro in diese Betriebe investiert.

Ziel 2001/2002: Stabilität

Für die PHW-Gruppe gilt im laufenden Geschäftsjahr "die Stabilität von Umsatz und Ergebnis" als oberstes Ziel – das Management will den in den beiden letzten Geschäftsjahren erreichten Zuwachs von knapp 200 Mio. Euro als Ausdruck zusätzlicher Marktanteile konsolidieren. Durch steigende Importe gäbe es einen Mengendruck mit entsprechenden Auswirkungen auf die Preissituation. Da sich die PHW-Gruppe mit ihrer Marke "Wiesenhof" aufgrund der kostenaufwendigen Qualitätspolitik in keinen Preiswettbewerb begeben könne, strebe man im laufenden Geschäftsjahr nur die erneute Erreichung der Umsatz- und Ergebniszahlen des Vorjahres an. Das Investitionsvolumen 2001/2002 wird bei 80 Mio. Euro liegen.