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05.09.2007

PHW-Gruppe stellt in Rechterfeld Europas modernste Brüterei fertig

Rechterfeld, den 5. September 2007. Die PHW-Gruppe hat in Rechterfeld die derzeit modernste Brüterei Europas fertig gestellt: Nach etwas mehr als anderthalb Jahren Bauzeit wird die BWE-Brüterei Weser-Ems heute im Beisein zahlreicher Ehrengäste, darunter der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff, ihrer Bestimmung übergeben. Über 20 Millionen Euro investierte das Unternehmen in den Neubau bzw. teilweise Umbau der Brüterei. Damit tätigte die PHW-Gruppe eine der größten Einzelinvestitionen in Niedersachsen innerhalb der vergangenen Jahre und sicherte Arbeitsplätze in einem Marktumfeld, das durch steigende Drittlandsimporte von Geflügelfleisch gekennzeichnet ist.

Die neue Brüterei Weser-Ems beansprucht 18.000 Quadratmeter; davon sind 10.000 Quadratmeter Neubaufläche. In dem hochmodernen und unter neuesten Sicherheits- und Hygieneaspekten gebauten Betrieb schlüpfen künftig bis zu 150 Millionen Küken pro Jahr. Die Brüterei Weser-Ems wurde 1965 als gemeinsame Gesellschaft von Paul Wesjohann und Heinz Lohmann gegründet und ein Jahr später mit einer Jahreskapazität von 8,5 Millionen Küken pro Jahr fertig gestellt. Im Zuge mehrerer Ausbauten erweiterte sich die Kapazität im Jahr 1988 auf 65 Millionen Küken. Von der neuen Brüterei in Rechterfeld aus werden die Küken zu den Vertragslandwirten in den Regionen Weser-Ems und Emsland sowie zu Vertragslandwirten nach Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen geliefert.

Die neue Brüterei besteht aus 64 sogenannten Vorbrütern und 96 sogenannten Schlupfbrütern. Bruteier- und Lebendtierbereich verfügen über komplett voneinander getrennte Hygienebereiche. Für beide Gebäudeteile existieren separate Zugänge. Auch die Sozialtrakte für die Mitarbeiter sind aus Sicherheits- und Hygienegründen voneinander getrennt. Ein hochmodernes Filtersystem reinigt die Zuluft für die Brüterei.

Für die neue Investition in Rechterfeld griff die PHW-Gruppe zudem auf modernste, technisch perfektionierte Bruttechnik zurück. "Wir wollen unsere Aufzüchter bzw. Landwirte weiterhin mit kerngesunden Küken beliefern. Dazu muss man bei Hygiene und Sicherheit neue Maßstäbe setzen. Auch unter Tiergesundheits- und damit auch Tierschutzaspekten ist die neue Brüterei als wichtiger Meilenstein zu betrachten", betont Peter Wesjohann, Mitglied des Managements der PHW-Gruppe.

Die PHW-Gruppe verfolgt mit der Geflügelmarke WIESENHOF die Philosophie "Sämtliche Erzeugungsstufen aus einer Hand". Gerade die Brütereien stellen in diesem Zusammenhang zusammen mit den Futtermühlen das wichtigste Glied in der Kette dar. Sie betreibt neben der Brüterei Weser-Ems weitere Brütereien in Regenstauf (Bayern), in Möckern und Ketzin (Sachsen-Anhalt) sowie für Enten in Belzig und Wriezen (beide Brandenburg) und für Puten in Niedersachsen.

PHW-Gruppe ist 75 Jahre alt

Die Einweihung der Brüterei fällt in das Jubiläumsjahr der PHW-Gruppe. Der Grundstein für die heutige Gruppe wurde 1932 von Paul Wesjohann, dem Vater von Paul-Heinz Wesjohann - dessen Namensinitialen die Bezeichnung für die Firmengruppe bilden - gelegt. 1987 nach der Übernahme der Lohmann-Gruppe, die ebenfalls 1932 gegründet wurde, waren bereits 3.400 Menschen im Unternehmen beschäftigt. Heute umfasst die PHW-Gruppe weltweit 4.600 Beschäftigte. Vor allem die Marke WIESENHOF prägte die Unternehmensentwicklung und Darstellung der Gruppe in der Öffentlichkeit. Auf sicheren Geflügel-Genuss bedacht, stellte das Unternehmen mit WIESENHOF von Beginn an Qualität, Sicherheit und Transparenz in den Mittelpunkt der Produktstrategie. Umsetzung fand diese Prämisse in der WIESENHOF-Qualitätsphilosophie mit einer geschlossenen Produktionskette ("Alles aus einer Hand"). Darüber hinaus setzte WIESENHOF mit der Herkunftsgarantie seit 1995 Maßstäbe in der Branche, weil die Herkunftsgarantie die Rückverfolgbarkeit der Produkte bis zum Tier gewährleistet. Seit 1996 ist das WIESENHOF-Futter frei von tierischem Eiweiß (10 Jahre vor dem offiziellen Verbot), seit 1997 frei von antibiotischen Leistungsförderern (wieder 10 Jahre vor dem Inkrafttreten des Verbots) und seit 2000 nachweislich ohne gentechnisch verändertes Soja.